Videoüberwachungsanlage am Gymnasium
Stellungnahme der Wählergemeinschaft Die Grünen v. 13.11.2005
Werter Herr Wallkötter,
wir Grünen hatten keinen Filmriss, wir lesen unsere Akten, leider erkennen auch wir nicht immer sofort die in den Akten seitens der Verwaltung eingebauten Fehlinformationen.

Sehr geehrter Herr Taraska,
wir Grünen sind keine politischen Dummschwätzer und Sprachblasenproduzenten, wir haben die Pflicht, kontrollierend das Fehlverhalten der Verwaltung klar und unmissverständlich zu benennen.

Sie sollten sich Ihre Informationen eben nicht nur einseitig bei der Verwaltung einholen, sondern zur Kenntnis nehmen und ebenfalls darüber berichten, dass wir Grünen mal wieder seitens der Stadtverwaltung aus unserer naiven Gutgläubigkeit gerissen wurden. Hatten wir doch im Januar leichtfertig den Angaben der Verwaltung vertraut, die uns – wirklich geschickt eingefädelt – in einer Tischvorlage im Schulausschuss über ihre Absicht informierte, die Videoüberwachungsanlage am Gymnasium Instand zu setzen. Dank der äußerst hilfreichen Hinweise in der Dattelner Morgenpost sind auch wir auf jenes verräterische Dokument der Verwaltung in unseren Unterlagen gestoßen. Seien Sie versichert, Herr Wallkötter, Grüne werfen derart brisante Papiere nicht in den Papierkorb! Schade nur, dass es aus dem Rathaus niemand für nötig gehalten hat, uns davon zu erzählen, als wir danach im Rat gefragt hatten.

Sicherlich, an dieser Stelle müssen auch wir einen Fehler eingestehen. Wir müssen einräumen, dass es uns damals im Januar an der notwendigen gedanklichen Schärfe gefehlt hat, diese Täuschung der Verwaltung sofort zu erkennen. Überhäufen Sie uns für diese Unzulänglichkeit mit Spott und Schande, wir tragen es mit Fassung. Denn wir sind stolz auf uns, dass wir diesem Täuschungsversuch der Verwaltung vom Januar nun doch noch auf die Schliche gekommen sind – leider mit etwas Verspätung, als uns die Neuinstallation der Videoüberwachungsanlage am Gymnasium erneut als Instandhaltungsmaßnahme untergeschoben werden sollte. Im Januar war es der Verwaltung noch gelungen, uns im Rahmen einer kurzfristig verteilten Tischvorlage zu überraschen und zu überlisten, diesmal – im Rahmen einer normalen Sitzungsvorlage, die mit Ruhe und Muße durchgearbeitet werden konnte, ist ihr der gleiche Coup missglückt.

Sie nennen es Filmriss bzw. Dummschwätzerei, wir sind erschrocken und nennen es richtigerweise eine Frechheit, wenn die Verwaltung durch Tricks und Täuschungen die Arbeit der ehrenamtlichen Stadtvertreter unnötig oder vielleicht gar bewusst erschwert. Wir weisen deshalb nachdrücklich Ihre Anschuldigungen als Unverschämtheit zurück, eine Unverschämtheit, die Sie sich übrigens nur mit uns zu erlauben herausnehmen.

Theodor Beckmann
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