Ratsbeschluss zur Einhausung des Kohlelagers
Stellungnahme der Grünen vom 19.1.07
 
Foto: Entwurf Kohlelager
E.ON Kohlelager
Wenn es darum geht, vermeidbare Belastungen für die Einwohner auszuschließen, können alle Fraktionen des Dattelner Rates auch mal konstruktiv zusammenarbeiten.
Über diese gute Erfahrung freuen sich die Dattelner Grünen. Nachdem in den letzten Tagen herausgearbeitet wurde, dass andernorts die Einhausung von Kohlelagerplätzen üblich und damit Stand der Technik wird, fackelte man in Datteln nicht lange. Einstimmig votierte man für die Einhausung auch beim Dattelner Kraftwerksneubau.

Wenn E.ON am Kraftwerksstandort Großkrotzenburg bei Hanau die dortige Kohlebewirtschaftung endlich modernisiert, den veralteten Transport durch Radlader abschafft und gleichzeitig dabei mit der Errichtung von zwei Rundhallen eine dauerhaft tragfähige und ambitionierte Lösung verwirklicht, ist das gut zu verstehen. E.ON weiß doch auch, dass dies über kurz oder lang eh geschehen muss. Die tolerierbaren Grenzwerte für Feinstaub werden wegen des Gefahrenpotentials von der EU schrittweise herabgesetzt werden. Der nächste Schritt ist schon 2010 fällig. Da macht eine Einhausung von Anfang an auch in Datteln Sinn. Warum bei einer Neuanlage erst auf vorläufige Lösungen setzen, wenn eine spätere Nachrüstung abzusehen ist?

Der Dattelner Rat ist ein politisches Entscheidungsgremium mit eigenen Interessen. Ihn muss nicht in erster Linie interessieren , ob E.ON bestimmte Grenzwerte der TA Luft noch so eben einzuhalten vermag. Der Rat kann unabhängig davon einen höheren Schutz fordern, wenn er den für die hier lebende Bevölkerung und für die Region angesichts anderweitiger Vorbelastungen gewährleisten möchte. Das hat er mit dem richtungsweisenden Ratsbeschluss am Montag getan. Dafür sind ihm sicher viele besorgte Menschen in Datteln und Waltrop dankbar.

Ein wirklich modernes Kraftwerk, und das soll doch wohl in Datteln entstehen, hat beim Kohleumschlag das ganze Paket der zeitgemäßen Technologie zu bieten: den staubarmen Konti-Förderer bei den Schiffen, die eingekapselten Förderbänder auf der Strecke und die Lagerung in staubsicheren Hallen. Bleibt zu hoffen, dass die Bezirksregierung die Dattelner Forderungen aufgreift.

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