B 474n: Bürgermeinung
ist jetzt gefragt
Planunterlagen liegen ab 2. November öffentlich aus
 
Bild: Straßenplanung
Im November beginnt ein weiteres Kapitel in der über dreißigjährigen Planungsphase zu dem Straßenprojekt, das die Bezeichnung B 474n trägt und das im Laufe der Jahrzehnte viele und teure Umplanungen erfahren hat. Auf Antrag des Landesbetriebes Straßen NRW hat die Bezirksregierung in Münster den Städten Datteln und Waltrop jetzt mitgeteilt, dass für das Anhörungsverfahren zum zweiten Abschnitt der B 474n die Planunterlagen in der Zeit vom 2. November bis zum 1. Dezember 2005 öffentlich auszulegen sind. Nach der Auslegungsfrist gibt es dann noch vier Wochen Zeit bis zum 29. Dezember, um Anregungen und Bedenken vorzubringen.

Planfeststellungsverfahren im Zusammenhang mit dieser Straße nahmen bisher immer ein unrühmliches Ende. Ein Planfeststellungsbeschluss im nördlichen Abschnitt Dülmen scheiterte bereits 1986 vor dem Oberverwaltungsgericht Münster. Der Planfeststellungsbeschluss für den ersten Abschnitt Waltrop bis zur Münsterstraße von Mai 1991 wurde im Januar 1994 ebenfalls vom Oberverwaltungsgericht Münster wegen schwerwiegender Abwägungsmängel wieder aufgehoben.

Weitere Infos
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Bild: Brückenruine
Datteln: der zweite Versuch
Auch für den zweiten, den Dattelner Abschnitt, um den es jetzt wieder geht, wurde schon einmal ein Anlauf genommen. Im August und September 1990 lagen die damals erstellten umfangreichen Planungsunterlagen öffentlich aus. Viele Interessierte haben die Unterlagen eingesehen und anschließend Eingaben gemacht. Doch zu einer Erörterung und zu weiteren Verfahrensschritten kam es nicht mehr. Die Bezirksregierung wartete die Entwicklung mit dem Waltroper Verfahren und den Ausgang der Klage ab. Und nachdem das Gericht den Beschluss zum Waltroper Abschnitt aufgehoben hatte, schlief das Verfahren ohne weitere Erklärungen einfach ein. Jedem war damals klar, dass es keinen Sinn machte, den zweiten Schritt vor dem ersten zu tun und etwa die Planung für den Dattelner Abschnitt zu forcieren, während der Waltroper Abschnitt in der Warteschleife festsaß.

Heute ist man reichlich tollkühn. Obwohl man weiß, dass der Waltroper Abschnitt weiterhin unklar ist, dass die eigenständige Verkehrsbedeutung des „Dattelner Stummels“ nur gering und die Entlastung für die Castroper Straße im Dattelner Süden durch dieses isolierte Straßenstück am Nordrand nur marginal ist, stellt man den zweiten Abschnitt der B 474n auf den Prüfstand. Auch dieser zweite Versuch kann ein Fehlschlag werden.

Die Bürgerinnen und Bürger aus Datteln und Umgebung sollten die Auslegungsfrist nutzen und nachsehen, welche Grundstücke im einzelnen betroffen sind, welche Freizeitanlagen an den Kanälen den Verkehrslärm bekommen werden und welche Kosten die Steuerzahler für wenig Gegenleistung zu tragen haben. Natürlich wird auch die Wählergemeinschaft Die Grünen das Verfahren kritisch begleiten und über das Internet und weitere Informationswege Argumente liefern und darlegen, wie Mobilität in Datteln mit vielen kleinen Schritten verbessert werden kann.
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