Stellungnahme zum Morgenpost-Artikel:
Nur ein Störfeuer?
Kraftwerk: Werner tippt auf Gegner
 
Lageplan: Kraftwerksplanung
Der Stein des Anstoßes:
Plan mit 2 Kraftwerken
Mit einem Lageplan des geplanten E.ON Kraftwerks, auf dem tatsächlich zwei Kesselhäuser zu sehen sind, war ein Anwalt der Kraftwerksgegner unterwegs. Das behaupten Sie. Basta!

Ihre Behauptung, Herr Werner, „ein Anwalt der Kraftwerksgegner“ sei unterwegs gewesen, überschreitet deutlich den Rahmen der politischen Auseinandersetzung. Werden Sie doch bitte konkret! Welcher Anwalt war damit unterwegs? In wessen Auftrag? Mit welcher Absicht? Oder verdächtigen Sie mal wieder einfach nur so? Und beschädigen damit das Ansehen von Menschen, die sich nichts zu Schulden kommen ließen! Auf Ihre Antwort sind wir sehr gespannt. Oder antworten Sie wieder nicht?

„Die Gegner des Kraftwerks lassen keine Gelegenheit aus, die Bürger zu verunsichern.“ Dieser Satz von Ihnen, der hat es in sich! „Gegner“. Es scheint Ihnen immer noch nicht zu gelingen, gedanklich einen Unterschied hinzukriegen zwischen „Gegnern“ und „Kritikern“. Wir Kritiker sind in Ihren Augen, so scheint es, alle Gegner. Gegner wovon eigentlich? „Keine Gelegenheit“ lassen die Gegner aus. Was diesen konkreten Vorfall anbelangt, so schulden Sie dem Leser, mitzuteilen, um welche Gelegenheit es sich da handeln könnte. Und welche Gelegenheit an dieser Stelle nicht ausgelassen wurde. Bitte klären Sie das doch auf. „Den Bürger verunsichern“ – was genau meinen Sie denn damit?

Den Ratsbeschluss, der ein Riesenkraftwerk für Datteln ermöglicht, den kennen wir sehr genau. Natürlich wissen wir auch, wer dafür gestimmt hat. Kein Mensch hat behauptet, dass der Beschluss anders lautet.

Es interessiert uns, ob Sie sich jemals kritisch geäußert haben zu der Mitverbrennung von dem Abfallstoff Kronocarb hier bei uns in Datteln. Dass E.ON jetzt auf die Mitverbrennung von diesem Abfallstoff im neuen Kraftwerk verzichtet, das haben wir vermutlich in keiner Weise Ihnen zu verdanken!

Herr Dr. Wiedemeier von der Bezirksregierung bezeichnete im Rahmen des offiziellen Erörterungstermins den Umfang der geplanten Mitverbrennung von Kronocarb ausdrücklich als: nicht eine kleine, sondern sogar eine mittelgroße Müllverbrennungsanlage. Ist er mit dieser kritischen Anmerkung für Sie auch zu einem Kraftwerksgegner geworden?

Vielleicht sollten Sie doch noch mal darüber nachdenken, welch wichtiger Beitrag die kritische Begleitung dieses gewaltigen Bauvorhabens von E.ON durch Bürger in unserer Stadt und unserer Nachbarstadt geleistet wird. Übrigens, Herr Werner, ehrenamtlich geleistet wird!

In Erwartung Ihrer Antworten
Agnes Jömann, für die Wählergemeinschaft Die Grünen
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