In Datteln-Hagem, zwischen den Straßen Möllerskamp und Am Dümmerbach, wächst ein neues Umweltprojekt heran: Ein 650 Quadratmeter großer Tiny Forest.
Ein Tiny Forest ist ein kleiner, dicht bepflanzter Wald in städtischen Gebieten, der nach der japanischen Miyawaki-Methode angelegt wird. Solche Miniwälder sind oft nur 100 bis 1000 Quadratmeter groß und enthalten eine Vielzahl einheimischer Bäume und Sträucher, die durch den dichten Wuchs schnell zu einem stabilen Ökosystem heranwachsen.
Noch stehen die Absperrzäune rund um die bereits bepflanzte Fläche. Aber schon im Sommer soll die Fläche einen kühlenden Effekt bieten, die Luftqualität verbessern, die Biodiversität fördern, Bodenwasser speichern und einen neuen sozialen Treffpunkt schaffen. Sie wird zur wertvollen grünen Oase, die auch als Lernort für Schulen genutzt werden kann.
Der Tiny Forest bliebt für Menschen größtenteils unzugänglich – und genau das ist gewollt. Hier entsteht ein geschütztes Biotop, das einigen Tierarten Raum zum Leben gibt. Ob als Kinderstube für Vögel oder als Zufluchtsort für Insekten, dieser grüne Rückzugsort trägt aktiv zur Förderung der Biodiversität bei. Auch die Anwohnenden profitieren indirekt von diesem neuen Ökosystem: Das verbesserte Mikroklima wird für angenehmere Luftverhältnisse und ein kühleres Klima sorgen.
Der erste Tiny Forest in Deutschland wurde 2019 angelegt, in Nordrhein-Westfalen folgte 2021 die erste Pflanzung, und im Kreis Recklinghausen wurde 2023 in Herten bereits ein solcher Miniwald realisiert. Mit diesem Projekt setzt Datteln ein weiteres Zeichen für mehr Grün in der Stadt und für den Schutz unseres Klimas.