Hitzeinsel im Grünen

Hitzeinsel im Grünen

Der Klimawandel ist längst auch in Datteln spürbar. Die Sommer werden heißer, Hitzeperioden länger und intensiver. Besonders in dicht bebauten Stadtgebieten entstehen sogenannte „Hitzeinseln“ – Bereiche, in denen es deutlich wärmer ist als im Umland.

Versiegelte Flächen wie Straßen, Parkplätze und Gebäude heizen sich bei Sonneneinstrahlung stark auf und geben die gespeicherte Wärme auch nachts nur langsam ab. Die Folge: In den Innenstädten ist es oft mehrere Grad wärmer als im ländlichen Umland. Dies belastet besonders ältere Menschen, Kinder und Personen mit Vorerkrankungen.

Grünflächen als natürliche Klimaanlage

Grünflächen, Bäume und Wasserflächen wirken wie natürliche Klimaanlagen. Pflanzen verdunsten Wasser und kühlen dadurch ihre Umgebung. Bäume spenden Schatten und reduzieren die Aufheizung von Gebäuden und Straßen. Parks und Grünzüge ermöglichen den Austausch von kühlerer Luft.

Der Erhalt und Ausbau von Grünflächen ist daher eine zentrale Maßnahme zur Klimaanpassung. Jeder Baum, jede Grünfläche zählt.

Situation in Datteln

Datteln verfügt über einige größere Grünflächen und Parks, etwa den Volkspark oder die Grünzüge entlang der Kanäle und Flüsse. Doch in vielen Wohngebieten fehlen ausreichend Bäume und Grünflächen.

Besonders problematisch ist die zunehmende Versiegelung von Vorgärten und privaten Flächen. Immer mehr Hausbesitzer ersetzen Grünflächen durch Schotter und Pflaster – sogenannte „Schottergärten“. Diese heizen sich stark auf und tragen zur Bildung von Hitzeinseln bei. Zudem bieten sie weder Lebensraum für Insekten noch Versickerungsfläche für Regenwasser.

Was muss getan werden?

Die Grünen Datteln fordern ein umfassendes Programm zur Klimaanpassung:

1. Mehr Stadtbäume
Für jedes neu gebaute Haus sollte mindestens ein Baum gepflanzt werden. Bestehende Baumbestände müssen geschützt werden. Bei Straßenplanungen und Bauvorhaben muss der Erhalt von Bäumen höchste Priorität haben.

2. Entsiegelung von Flächen
Wo immer möglich, sollten versiegelte Flächen entsiegelt werden. Parkplätze können mit wasserdurchlässigen Belägen gestaltet werden. Überflüssige Asphaltflächen sollten zurückgebaut werden.

3. Dach- und Fassadenbegrünung
Begrünte Dächer und Fassaden kühlen Gebäude und ihr Umfeld. Die Stadt sollte die Begrünung von Dächern und Fassaden fördern und bei eigenen Gebäuden vorangehen.

4. Schutz und Anlage von Grünflächen
Bestehende Grünflächen müssen vor Bebauung geschützt werden. In verdichteten Wohngebieten sollten neue Grünflächen geschaffen werden – etwa durch die Umwandlung von Brachflächen in Parks.

5. Verbot von Schottergärten
Die Stadt sollte die Neuanlage von Schottergärten verbieten und Anreize für die Umwandlung bestehender Schottergärten in grüne Vorgärten schaffen.

6. Trinkwasserbrunnen
An öffentlichen Plätzen sollten Trinkwasserbrunnen installiert werden, damit Menschen sich bei Hitze kostenlos mit Wasser versorgen können.

Klimaanpassungskonzept

Die Grünen fordern die Stadt auf, ein umfassendes Klimaanpassungskonzept zu erstellen. Darin sollte analysiert werden, welche Stadtteile besonders von Hitze betroffen sind und welche Maßnahmen dort prioritär umgesetzt werden müssen.

„Klimaschutz und Klimaanpassung gehören zusammen“, betont die Fraktion der Grünen. „Wir müssen alles tun, um den Klimawandel zu begrenzen. Gleichzeitig müssen wir unsere Stadt so gestalten, dass sie auch bei höheren Temperaturen lebenswert bleibt. Grünflächen sind dabei unverzichtbar.“

Kontakt:
Bündnis 90/Die Grünen Datteln
Hohe Straße 9, 45711 Datteln
E-Mail: info@gruene-datteln.de

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