Mehr Plätze mit Wohncharakter für Obdachlose und Geflüchtete in Datteln

Deutliche Verbesserung der Unterbringung von Obdachlosen und Geflüchteten:

Mehr Plätze mit Wohncharakter für Obdachlose, wohnungslose Menschen in besonderen Lebenslagen und Geflüchtete

In der bisherigen Berichterstattung über den „Neubau einer multifunktionalen Unterkunft für Obdachlose, wohnungslose Menschen in besonderen Lebenslagen und Geflüchtete“ ist leider kaum Wert auf die Tatsache gelegt worden, dass sich die Stadt in der Versorgung von obdachlosen und geflüchteten Menschen neu aufstellen möchte. Datteln beabsichtigt, seine frühere Konzeption der Flüchtlingsunterbringung zu ändern, denn mit der neuen Unterkunft, die zwischen Friedrich-Ebert-Straße und August-Schmidt-Ring gebaut werden soll, möchte die Stadt einen neuen Unterbringungsstandard etablieren.

Statt wie bisher Plätze in einer klassischen Sammelunterkunft oder in einer Container-Anlage bereitzustellen, möchte die Stadt in Zukunft Plätze in einer Unterkunft mit wohnungsähnlichen Strukturen anbieten. Mit dieser neuen Schwerpunktlegung will die Stadt den Menschen ein qualitativ besseres Angebot zur Unterbringung machen.

Zur Klarstellung: Der Errichtung von klassischen Sammelunterkünften für Geflüchtete haben die Dattelner GRÜNEN nie zugestimmt. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN kann aber den ambitionierten Plänen der Stadt durchaus beitreten, die die Errichtung eines multifunktionalen Gebäudes mit wohnungsähnlichen Einheiten in städtischem Eigentum vorsehen, das nach vollständiger Fertigstellung eine Unterbringung von bis zu 96 Personen ermöglichen soll. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN begrüßt ausdrücklich, dass sich auf diese Weise der Wohnungsanteil in der städtischen Unterbringung erhöhen wird. Es wird sich zeigen, ob möglicherweise nach der Inbetriebnahme des Neubaus die Unterhaltung von besonders kostenintensiven Objekten im Stadtgebiet aufgegeben werden kann.

Ebenso können wir nachvollziehen, dass in diesem neu errichteten Gebäude mit abgeschlossenen Einheiten in stadtnaher Lage die Anforderungen an Sicherheit, sozialer Integration und nachbarschaftlicher Verträglichkeit leichter zu erfüllen sein werden als in einer klassischen Sammelunterkunft außerhalb des innerstädtischen Bereichs.

Als weiteren Vorteil der Schaffung von wohnungsähnlichen Einheiten nennt die Stadt die Möglichkeit, diese Einheiten im Falle einer späteren Umnutzung, etwa für sozialen Wohnungsbau, Wohnen für Auszubildende oder an Seniorinnen und Senioren zu vermieten, ohne dass strukturelle Umbauten in größerem Umfang erforderlich werden.

Ebenso gilt, dass sich die Stadt mit der zweistufigen baulichen Entwicklung des Komplexes die Option offen hält, flexibel auf zukünftige Bedarfe reagieren zu können.

Lageplan der geplanten multifunktionalen Unterkunft zwischen Friedrich-Ebert-Straße und August-Schmidt-Ring in Datteln

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