Geschichte der Grünen Datteln

Geschichte der Grünen in Datteln

Die politische Landschaft in Datteln befindet sich im Wandel: Nach über 45 Jahren aktiver Kommunalpolitik durch die Wählergemeinschaft Die Grünen Datteln wurde am 10. Januar 2025 ein neuer Ortsverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN gegründet. Dieser Schritt markiert den Übergang von einer unabhängigen Wählergemeinschaft zu einer offiziellen Parteistruktur, die künftig die grüne Politik in Datteln gestalten wird.

Die Wählergemeinschaft Die Grünen Datteln hat seit 1979 die kommunalpolitische Szene maßgeblich geprägt – durch kontinuierliches Engagement für Umwelt-, Klima- und Sozialpolitik. Der neue Ortsverband wird diese Arbeit auf Grundlage eines demokratisch gewählten Vorstands weiterführen: Martina Beckmann (Sprecherin), Mo Vermeer (Co-Sprecher), Daniel Toschke (Schatzmeister) sowie Wendy Becker-Porath und Melanie Bleicher als Beisitzerinnen.

Die politische Arbeit der Grünen in Datteln ist durch viele konkrete Projekte und Positionen dokumentiert. Um das Engagement der vergangenen Jahre auch nach der Auflösung der Wählergemeinschaft sichtbar zu halten, sind hier zentrale Inhalte aus den Jahren 2010 bis 2024 zusammengefasst:

2010 positionierten sich die Grünen mit der Aktion „Zuviel Kohle macht auch nicht glücklich – Für den Abriss!“ klar gegen das Kohlekraftwerk Datteln 4. Der Protest wurde weithin sichtbar direkt auf den Kühlturm projiziert und war ein starkes Zeichen für die Energiewende.

2014 prägten Diskussionen um die Nachnutzung der Ruhrzink-Fläche die lokale Debatte. Die Grünen setzten sich für eine ökologische, sozialverträgliche Entwicklung ein. Auch Fragen zur Unterstützung Geflüchteter und zur Gestaltung der Innenstadt waren zentrale Themen.

2015 zeigten die Grünen viel Engagement in der Flüchtlingshilfe. Sie sammelten Fahrräder für Geflüchtete, unterstützten das 1. Dattelner Kulturfest und machten sich für ökologisch nachhaltige Gewässerentwicklung stark.

2016 reichten sie eine fundierte Einwendung gegen die Planfeststellung zur B 474n ein. Die geplante Ortsumgehung Waltrop hätte erhebliche Eingriffe in Natur- und Naherholungsräume zur Folge gehabt.

2019 stand unter dem Zeichen von Klimaschutz, Bildungsfragen und nachhaltiger Flächenentwicklung. Die Grünen warnten vor dem Verlust wichtiger Flächen für Artenvielfalt im geplanten Industriegebiet „An der Dillenburg“ und setzten sich für mehr Kindergartenplätze ein.

2020 war stark geprägt durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie und die Proteste gegen die Inbetriebnahme von Datteln 4. Die Grünen organisierten Mahnwachen, machten auf Missstände aufmerksam und setzten sich für eine lokale Nahversorgung ein.

2021 bekräftigten sie ihr Engagement für sichere Fahrradwege, Biodiversität und Gleichstellung – etwa durch ihre Teilnahme am CSD (Christopher Street Day) und durch Anträge zum Schutz innerstädtischer Grünflächen.

2022 wurde die Bürgerenergiegenossenschaft LippeKraft gegründet. Die Grünen unterstützten den Ausbau erneuerbarer Energien und forderten, dass Datteln auch im Bauleitverfahren auf Nachhaltigkeit setzt.

2023 lag der Fokus auf Umwelt- und Klimathemen, insbesondere beim Artenschutz. Die Grünen traten mit Aktionen für mehr Artenvielfalt in Erscheinung, forderten klare Regeln für Baumpflege und unterstützten den weiteren Ausbau der Windkraft.

2024 ehrten die Grünen Datteln Theodor Beckmann für 30 Jahre ununterbrochene Ratsarbeit. Sie stärkten gleichzeitig den sozialen Zusammenhalt in Datteln, indem sie sich für kulturelle Projekte und Initiativen für Kinder und Familien einsetzten.